ausgewählt und gelesen von Ralf Peters

Der deutsche Stimmlehrer Alfred Wolfsohn (1896 Berlin – 1962 London) hat mehrere bislang unveröffentlichte Manuskripte hinterlassen, in denen er seinen Ansatz der Stimmentwicklung darlegt und zugleich eine schonungslose Selbstanalyse versucht, indem er sich eingehend mit seinem Leben als deutscher Jude in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt. Wolfsohn erzählt mit ungewöhnlicher Klarheit und Schärfe von seinen Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland, von seiner traumatischen Zeit als Soldat im 1.Weltkrieg und den seelischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Nazizeit. Wolfsohn hat bis kurz nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938 in Berlin gelebt und emigrierte dann nach London.

Für dieses Hörbuch habe ich Ausschnitte aus zwei Manuskripten Wolfsohns ausgewählt: „Orpheus oder der Weg zu einer Maske“ aus den frühen 1930er Jahren und „Die Brücke“ aus den späten 1940er Jahren. Die Originale liegen heute im Jüdischen Museum in Berlin. „Die Brücke“ besteht größtenteils aus einem Briefwechsel, den Wolfsohn mit seiner ehemaligen Schülerin und Malerin Marianne van der Linden führte. Sie hatte nach dem 2. Weltkrieg und dem Ende der Nazi-Diktatur den Kontakt mit Wolfsohn wieder gesucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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