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was bisher geschah..

eine Auswahl der künstlerischen Aktionen

 

10. Juni 2018

Kammertonkammer

Stimmperformance im Rahmen der Ausstellung Kammertöne von Dorissa Lem.

Pressetext: Ralf Peters wird sich in seiner Performance “Kammertonkammer” für 440 Atemzüge dem Kammerton a widmen, dabei in Kontakt treten mit den Gegebenheiten der äußeren und inneren Situation, um dann der Stimme die Freiheit zu geben, diese Verbindungen abzubilden. Daraus entsteht eine stimmliche Skulptur, die für die kurze Zeit der Performance dem Ausstellungsraum hinzugefügt wird.

 

 

 

 

Vom 29. April bis zum 1. Mai

KörperSchafftKlang mit drei

Performance-Tagen „Der langsame Hase“

im stimmfeld-Studio in Köln-Nippe

Zeiten: täglich von 18h bis ca. 21h

 

Der langsame Hase

ist der Titel eines Langzeitprojektes des Stimm- und Performance-Ensembles KörperSchafftKlang. Drei chinesische Gedichte bilden Grundlage und Quelle für eine künstlerische Auseinandersetzung und Integration von (alt-)chinesischen Motiven auf verschiedenen formalen und inhaltlichen Ebenen. Jenseits jeglicher Folklore entwickelt KörperSchafftKlang performative Interventionen. Primäres Medium der Performances ist dabei die menschliche Stimme.

Verhandelt wurden große Themen, u.a.: Einsamkeit und Gemeinschaft; Fremde und Heimat; Vergangenes und Gegenwärtiges, Freundschaft, Flucht und Leere.

Eindrücke und Informationen zu den Performancetagen finden sich hier!

 

 

15./16. Dezember 2017

Grundgesetz-Performance

in Köln,

 

eine Art Beiprogramm zur GG-Wanderung, die Winterpause macht.

Eindrücke und Infos gibt es hier!

 

 

seit 8. Mai 2017

Grundgesetz-Wanderung.

 

Dazu alles wichtige auf dem Blog!

 

 

21. bis 25. Juli 2017 in Sokolovsko/Polen

following

eine Stimmperformance an vier Tagen im Rahmen des Festivals for Ephemeral Arts "Contexts"

weitere Informationen zum Festival finden sich hier

eine Beschreibung der Performance findet sich auf meinem blog stimmfeld.blogspot.de

 

 

 

17. April 2017 (Ostermontag)

von 11h bis 20h

Charlotte Salomon

zum hundertsten Geburtstag

 

Orangerie-Theater Köln

Im April 2017 jährte sich der Geburtstag der deutschen Künstlerin Charlotte Salomon zum hundertsten Mal. Ihr Werk·“Leben? oder Theater?”·stellt die erste und eine bis heute herausragende künstlerische Auseinandersetzung mit den Ideen des Stimmlehrers Alfred Wolfsohn dar, dem sich der stimmfeld-Verein verpflichtet fühlt.·

Charlotte Salomon wurde von den Nazis ermordet. Sie wurde nur 26 Jahre alt.

Zum Anlass ihres Geburtstages lud der stimmfeld-Verein in die Orangerie ein: zu einem ganzen Tag zu Ehren von Charlotte Salomon. Eine teilweise Dokumentation der Beiträge folgt in Kürze.

 

 

 

18. Februar, 10h bis 20h

Künstler sein im Kapitalismus II,

ein Kolloquium für Kunstschaffende aller Sparten,

in der Freihandelszone Köln. Eintritt frei.

Infos auf Anfrage und in meinem Blog zum Thema: http://artistincapitalism.blogspot.de

 

 

Sonntag, 5. Februar 2017 

Totenklage, 

die Performance des Ensembles KörperSchafftKlang 

zu 100 Jahre DaDa, zum letzten Mal!

Im Hochbunker 101 in der Körnerstraße in Köln Ehrenfeld. Mehr zur Totenklage hier !

 

 

 

29. Dezember 2016, 18.00 Uhr:

 

Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden

Installation und Lesung im Rahmen der Ausstellung/Aktion von srmeo in der Galerie Null, unter dem Titel:

"wie weiter denken im brennenden Irrenhaus?

Eintritt frei. Mainzer Str. 37 (am Eierplätzchen)

 

 

10. bis 17. Dezember 2016

fragile voices

ein "Raum" im Rahmen der

performance art week in Venedig

kuratiert von Ralf Peters,

mit dem Ensemble KörerSchafftKlang,

In diesem Rahmen gab es am

- Sonntag, 11.12., die Soloperformance von mir:

fragile beginning (Dao Series No 4.2.)

 

- Dienstag, 13.12 die Zweierperformance gemeinsam mit Agnes Pollner:

fragile breath (wave lenght )

 

- Freitag, 16.12. die Performance

"Totenklage"

des Ensembles KörperSchafftKlang

weitere Infos dazu hier!

 

 

19. November 2016

"Totenklage" in Pirmasens,

mit dem Ensemble KörperSchafftKlang, das eingeladen war, die Totenklage im Rahmen der Eröffnung des Hugo-Ball-Kabinetts im Forum Alte Post zu machen. Zweieinhalb Stunden im gläsernen Treppenhaus des Forums...

Eindrücke und Infos auf der Vereinswebsite!

 

 

 

Künstler sein im Kapitalismus

 

ein Kolloquium für Kunstschaffende aller Sparten

in der Freihandelszone Köln. Der Vortrag von Volkmar Mühleis

"Originalität = Konkurrenz? Künstlerische und kapitalistische Prinzipien im Vergleich - und was man selbst tun kann"

ist als Text auf meinem blog nachlesbar

 http://artistincapitalism.blogspot.de/

 

Hier ist mein erster Vortrag als Video!

Künstler sein im Kapitalismus 1 from Ralf Peters on Vimeo.

 

 

 

 

29. Feb. 2016

wellen laenge

die akustische live-Installation

zur neu erschienenen CD

 

mit Agnes Pollner und Ralf Peters

im Kölner Loft

 

Fr. 5. Feb. 2016 (Kar-(nevals)Freitag:

Totenklage - 100 Jahre DaDa

Totenklage Hochbunker Köln 5.2.2016 from Ralf Peters on Vimeo.

 

 

eine Stimmperformance von KörperSchafftKlang im

Hochbunker, Körnerstraße in Köln Ehrenfeld.

Informationen auf der website von stimmfeld e.V

 

 

 

Montag, 29. Dezember 2015

Totenklage

 

Solo-Performance im Rahmen der Kunstaktion srmeo in der

Ausstellungshalle der Alten Feuerwache

 

 

Freitag, 18. Dezember 2015

free_voice concert

 

im Kölner Loft

 

 

 

Samstag, 5. Dez:

 

Totenklage1

 

Eine achtstündige Performance des Ensemble KörperSchafftKlang (Köln)

 

in Zürich am Helmhaus,

von 10.00 bis 18.00 Uhr

Infos hier!

Passwort: Zürich

 

 

 

Rückkehr in den Schaltraum des Unstillbaren

Stimmliche Intervention mit Traumsatz und „Waldesruh“

 

bei lauthals, 26.9.2015 im Stadtraum Köln

 

 

angeschwemmt/ washed ashore

Stimmperformance mit Agnes Pollner und Ralf Peters

im Roy Hart International Arts Centre Malérargues/Frankreich

5. August 2015

 

Mond unter allein

Stimmperformance mit Ralf Peters und Agnes Pollner

in der "Wolke" in Zürich,

12. Juni 2015

 

"free_voice concert"

mit Ralf Peters (Stimme solo)

im Kölner Loft,

Mittwoch, 3. Dezember 2014, 20.30 Uhr:

Nachdem ich mich in den vergangenen Jahren viel mit der Stimme in der Performance Art beschäftigt hat, bin ich mal wieder auf die Konzertbühne gestiegen.

Ergebnisse sind hier zu hören:

 

 

"Angeschwemmt"

mit Agnes Pollner und Ralf Peters

in der Kölner Orangerie, Volksgartenstraße 25

Dienstag, 11. November, 20.00 Uhr:

ein paar fotographische Eindrücke findet man auf meiner

Facebook-Seite (Ralf Peters)

 

 

"Konzert für sterbenden Flügel und Stimme"

mit Ralf Peters (Stimme) und Mitgliedern von KörperSchafftKlang (Klavier)

Agnes Pollner, Sabine Scheerer, Hans van Almsick, Bernd Blömer

Sonntag, 7. September 2014, 18h- 23h.

 

Die Videos der gesamten Flügel-Performance  plus

Bonusmaterial sind jetzt online: 

Teil 1:  

Teil 2:  

Teil 3:

 

 

"Moon under alone"

Stimmperfomance gemeinsam mit Agnes Pollner

im Rahmen der "nuit de la performance"

im Roy Hart International Arts Centre

in Malérargues/Südfrankreich

Sa., 9. August nachts:

mehr dazu im blog der nuit

eine andere Aufführung der Performance ist hier

 

Trauer - 35.5.89

eine stille Performance im Gedenken an die Opfer

vom Platz des Himmlischen Friedens 1989

am 4 Juni 2014 auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom

mehr hier: http://stimmfeld.blogspot.d

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Konferenz

"Extended Voice in/and Performance Art"

 

am 1. und 2. Februar 2014 fand im Kölner Loft die Konferenz "Extended Voice in/and Performance Art" statt. Mehr dazu auf der Vereinsseite

 

 

 

Situation 552

Solo-Performance

im Rahmen des No border Festivals in Xiamen/China

am 29.12.2013

 

Vortrag: The Art of the extended voice

am 26.12.2013 in der University of Xiamen/China.

 

 

Der langsame Hase

eine Transformation von KörperSchafftKlang

 

Die letzte Performance fand statt am 9. August in Südfrankreich:

Moon under alone , mit Agnes Pollner und Ralf Peters,

Der Film zur Performance am 31. OKtober im Raum des Living Theatres in Köln findet sich hier:

mehr unter facebook.com ("Langsamer Hase") und unter www.stimmfeld-verein.de! Dokumentation folgt!

 

 

 

"The lying on the floor, abandoned to lie"

An exhibition about material in Performance Art formed by E.P.I. Zentrum Cologne and Sibylle Ettengruber MAERZ-Gallery Linz and more than 80 artists around the world. - the blog is ready.

Eine Ausstellung, in der ich als Stimmperformer vorkomme.

http://thelyingonthefloorabandonedtolie.blogspot.co.at/

 

Light in the BackGround

Venedig Dezember 2013

mehr unter www.veniceperformanceart.org

 

 

 

The Taipei Experience

am 8. November 2012 im Kölner Loft.

Klanginstallation und Performance zu meinem Aufenthalt in Taipei - inklusive den Dao Series No.3.

Mehr dazu auf meinem China-Stimme-blog

 

 

The Dao Series

Unter dem Titel "The Dao Series" führe ich seit Frühjahr 2012 eine Reihe von Performances durch, in denen ich mich mit Grundgedanken des chinesischen Daoismus beschäftige und sie in das Medium "Stimme", genauer, der Extended Voice umsetze. Hintergrund meiner "Dao Series" bildet meine Vermutung, dass sich im altchinesischen Denken Motive finden, mit denen das Phänomen der menschlichen Stimme adäquat erfasst werden kann und die ein starkes künstlerisches Potential für die ganze menschliche Stimme besitzen.

Ich verstehe die "Dao Series" als Fortsetzung meiner künstlerischen Stimmerforschung mit Hilfe von Performances, bei denen ich mich in den vergangenen Jahren u.a. mit dem Faktor Zeit und seinem Einfluss auf den Stimmklang auseinandergesetzt habe.

In den Performances der Dao Series werde ich mich für längere Zeit einer spezifisch daoistisch geprägten inneren und/oder äußeren "Umwelt" aussetzen, mich mit ihr so umfassend und intensiv wie möglich in Kontakt bringen und dann den Einfluss auf meinen Stimmklang in freien improvisierten "Konzert"-Phasen öffentlich erkunden.

The Dao Series No.1 fand statt:

18. bis 20. Mai, Eifel/Loft

Konzert: Sonntag, 20. Mai, 20.30 Uhr im Kölner Loft

 

The Dao Series No.2 fand statt:

18./19. September 2012 im Taipei Artist Village in Taiwan

Dazu mehr auf meinem blog!

Hier findet sich ein Video mit dem Titel "Taipei Rhythms", in dem ich filmische und akustische Eindrücke aus Taipei mit den Sounds meiner zweitägigen Performance "Dao Series No 2" verbinde

 

 

The Dao Series No.3 fand statt:

am 8. November 2012 ab 19.30 Uhr im Kölner Loft

auch dazu mehr im blog!

 

The Dao Series No.4 fand statt:

am 2. Juni 2013 in der Galerie 21 in Köln,

dazu gibt es eine Video-Dokumentation unter

Passwort:"Anfang"

und mehr im blog!

 

 

Stimmfestival

open_voice/2 - Roy Hart Extended voice heute

vom 26. April bis 1. Mai 2012

Details unter www.stimmfeld-verein.de

 

 

Die Hamletmühle

 

Die männlichen Mitglieder des Ensembles KörperSchafftKlang haben gemeinsam ein Stück erarbeitet, das sich mit den Themen Entscheidungsfindung und "Geist des Vaters" auseinandersetzt. Wir verstehen diese Performance als eine Fortführung der Arbeit, die in dem ersten Stück unseres Ensembles mit dem Titel Muttersprachen mündete..

Die Hamletmühle:

Die letzten Aufführungen waren am 25. und 26. April 2012,

 

Kritiken und Infos finden sich hier

im Rahmen von der Ausstellung

 

Muttersprachen

alles zur ersten Produktion des Ensembles KörperSchafftKlang findet sich im Archiv des stimmfeldvereins

 

==Quellen im Strom==

habe ich am

28. September 2010

drei Stunden lang eine freie

Stimmperformance

in der Deutzer Brücke gemacht.

Insofern ein historischer Moment, weil die Brücke seit Oktober 2010 bis auf weiteres nicht mehr für Kunstaktionen zur Verfügung steht.

 

 

 

SimplyCitySounds

Die Stimmperformance

von und mit Ralf Peters

vor und in der Galerie KuR in der Kurfüstenstraße in Köln

fand am 25. und 26 März 2010

von 12h bis 18h und

am 25.3. um 19h statt

 

 

IMPROVOICE ^
Konzert für Stimme solo

Bei der never ending story der eigenen Stimmentfaltung ist es immer wieder interessant, den Stand der Dinge öffentlich zu machen. Mit jedem weiteren Konzert gewinnt mein Improvoice-Programm einen ausgeprägten Werkstattcharakter. Dabei sind die Grenzgebiete zwischen Gesang und Geräusch, Sprechen und Tönen, Sprache und Laut, Singen und Schreien, Lied und Klanggebilde das Forschungsfeld meines Umgangs mit der Stimme.
Unbeeindruckt von Genregrenzen wie Gesang, Rezitation, Improvisation, Performance, Jazz, Klassik oder Neue Musik suche ich unermüdlich nach der ganzen Vielfalt der stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, nach den vielen neuen und alten, den unbeachteten und fremden, den schönen und vermeintlich häßlichen Stimmen, die in der eigenen Stimme zu finden sind.

Zu meinem Auftritt am 15.5.09 in Reutlingen meinte die Presse:

"Denkbar große Schande lädt der post-trojanische Held Aenaeas auf sich: Er verlässt die liebende Geliebte Dido, die in Purcells Oper herzergreifend ihre Klage „Remember Me – Vergiß mich nicht“ anstimmt. „Sie brauchen das nicht zu wissen“, sagt Stimmkünstler Ralf Peters am Freitagabend auf dem Forum „Riskante Musik“ im Reutlinger Theater in der Tonne. Es schadet aber nicht, Didos Arie gehört zu haben, weil man dadurch Peters‘ fulminante „Klangstudie“ (ein tiefstapelnder Titel) darüber schärfer wahrnehmen, exakter bewundern kann.„Remember me“, ob das Wunsch ist oder Befehl, Forderung oder flehentliche Bitte (in der Interpretation künstlerisch nuanciert gestaltender Sängerinnen eher feine Mischungsverhältnisse zwischen diesen Polen) lässt Peters insofern offen, als er jenen Charakterisierungen noch rund zwei Dutzend weitere hinzufügt. Gellend-verzweifelt, in Countertenor-Höhen, artikuliert er die beiden Wörter; grollt sie unmittelbar darauf in Bass-Baritonlage, rauh und guttural, als rüdes, bedrohlich gerauntes Kommando.Man traut seinen Ohren nicht: Der Künstler verfügt über eine Stimme mit Riesenumfang, kann sie in viereinhalb bis fünf Oktaven scheinbar nach Belieben einsetzten, bruchlos riesige Sprünge vollführen, überdies Multiphonics produzieren (als Vokal-Solist also Mehrstimmigkeit), wie sie ähnlich sonst meist nur von Klarinetten oder Saxophonen zu hören sind. Oder aber von Radikal-Vokalisten wie Phil Minton, dessen „Jail“(Gefängnis)-Adaption Ralf Peters in der furiosen Stimm-Performance „Lasst mich raus“ weiterdenkt." (Schwäbisches Tagblatt)

"Allen voran demonstrierte der Kölner Stimmkünstler Ralf Peters einen Zugang zu Musik und Klängen fernab gewohnter Konzertpraxis. Locker plaudernd begrüsst der studierte Philosophsein Publikum, bis er bei der Wendung »hier und jetzt!« in eine Endlosschleife einbiegt. In dem bei jeder Wiederholung das »Hier« schriller und höher tönt, driftet Peters in immer kuriosere Klangregionen. Schon ist man mitten drin in einer »Stimmfelderkundung«, wie er es nennt.

Peters führt mehrere solche Erkundungen vor, die, wie er später im Podiumsgespräch erläutert, halb willentlich gesteuert sind, halb spontanen Impulsen folgen. Stimmliches und musikalisches Material wird auf diese Weise zum Spielball von Kräften, die aus tiefer liegenden psychischen Schichten aufsteigen. Bekannte Versatzstücke geraten so in den Bann emotionaler Energiefelder und gewinnen ein bizarres Eigenleben. Ein Musicalsong versprüht seinen sentimentalen Schmelz mit der Gewalt eines Hochdruckreinigers. Heintjes Schnulze »Mama« wirft sich verzweifelt fistelnd in ein Duell mit einem Rocksong. Und das Goethe-Gedicht »Über allen Gipfeln ist Ruh« donnert den Zuhörern um die Ohren, als schleuderte es ihnen Lord Voldemort persönlich entgegen." (Reutlinger Generalanzeiger)

"Hier und jetzt gehts los", kündigt Ralf Peters seine Performance an. Es folgt eine Reihe von Zisch- und Knalllauten, Quietsch-, Schleif-, Knarz-geräuschen, Winseln, Grummeln, Hauchen. Wenn der promovierte Philosoph die Stimme erhebt, klingt es, als ob sich ein zähnefletschendes Ungeheuer auf sumpfigem Boden durchs Dickicht schlägt. Oder aber er lässt in der Sprache eines Säuglings Heintjes "Mama" erklingen.

Der Abend beginnt mit der außergewöhnlichen Performance des Kölner Stimmakrobaten Ralf Peters, dessen Vokal- und Klangstudien einen ungewöhnlichen Sog entwickeln. Sie haben Kraft, Gefühl für Zwischentöne, Leidenschaft, Zartheit und schaffen intime Momente des Wiedererkennens oder überhaupt erst Ausdruck für Erinnerungen, Ängste und Stimmungen. Da wird von der hymnischen Brüllarie bis zur gehechelten Abstraktion eines Rilke-Gedichtes ein riesiges Spektrum zur stimmlichen Dekonstruktion genutzt: hier eine Stimmsalve, da herausgepresste Zischlaute, dort eine haarsträubende Interpretation von "Over the rainbow". Jeder Ton, jedes Brummen oder Kreischen wird bei Peters zum seismographisch festgehaltenen Klangereignis. Die Geräusche aus seinem Mund, die wie hingeworfen, wie zufällig wirken, sind dabei genau strukturiert, wie die gesamte Performance dieses beeindruckenden Künstlers" (südwest aktiv)

 

Kellerleichen

Ein Theaterstück von Futur3, gespielt 2008/2009.

Dazu gibt´s einen Trailer auf youtube

 

Messe für Stimme und Körper solo ^

Zuletzt gespielt im Dezember 2003 in der Kölner Orangerie.

Die Performance ist eine Auseinandersetzung mit der rituell-künstlerischen Form der Messe und den in ihr zentralen Inhalten.

Die Messe ist die wahrscheinlich älteste große musikalische Kunstform des Abendlandes. In ihrer jahrhundertelangen Tradition war sie nie l'art pour l'art, es ging immer auch um die Vermittlung eines religiösen Inhaltes und um die Formung des wichtigsten religiösen Rituals der christlichen Kirchen, eben der Messe mit ihrem Zentrum der Eucharistie. Nach dem musikgeschichtlichen Höhepunkt der Messen von Johann Sebastian Bach hat sich der künstlerische Aspekt in der Komposition der Messen immer mehr in den Vordergrund gedrängt. Heute ist es nichts besonderes mehr, Messen in Konzertsälen statt in Kirchen aufzuführen, herausgelöst aus dem religiösen Kontext. Zugleich ist die Zeit der großen Messkompositionen vorbei. Den Niedergang der großen religiösen musikalischen Formen im Schatten der Säkularisierung der westlichen Welt konnte auch durch die Betonung des künstlerischen Gehalts nicht verhindert werden.

An diesem Punkt beginnt meine Beschäftigung mit der Messe. In meiner Performance will ich von einem gewissermaßen postchristlichen Standpunkt aus, den Fragen nachgehen: Was ist übrig von der grandiosen Tradition? Was läßt sich im Rückbezug auf den rituell-künstlerischen Zusammenhang, in dem die Messe stand und der für die meisten Menschen nur noch kulturhistorischen Wert besitzt, als Künstler heute sagen? Und wie läßt es sich sagen?

Mein Antwortversuch wird ausgehen von der Beschäftigung mit zwei Bausteinen, die meines Erachtens von jeher im Zentrum der Messe stehen:

a) die Stimme

b) der Körper.

Zu a) Die Stimme ist insbesondere im Alten Testament das Medium, mit dem Gott sowohl agiert als auch sich den Menschen mitteilt. Als Beispiel sei hier nur die Genesis genannt, in der Gott über die Rede "es werde..." die Welt erschafft und später mit Adam und Kain sprechend in Kontakt tritt.

Die Stimme ist also ein, wenn man so will, göttlicherseits bevorzugtes Organ, an dem der Mensch in seiner Gottebenbildlichkeit Anteil hat. Stimmentfaltung ist demnach die Beschäftigung mit dem Urmenschlichen, insofern es das Göttliche widerspiegelt. Zugleich ist der Lobpreis Gottes religionsgeschichtlich betrachtet eine Tätigkeit, die die Menschen von den Engeln gelernt haben. Hier ist die Stimme das wichtigste Organ. Dementsprechend ist kaum eine rein instrumentale Messe komponiert worden. Mir wird es um die Vorstellung dieses Organs Stimme gehen, das eine so enge Beziehung zur Menschlichkeit des Menschen besitzt und ausdrücken kann. Um die nackte Stimme, befreit von allen musikalischen Ornamenten. Vielleicht führt diese Freilegung der Stimme zur Entdeckung eines Kerns des Ritual- und Kunstgebildes Messe. Dabei werde ich mich an der modernen Ästhetik der extended-voice-Bewegung orientieren.

Zu b) Der Körper ist nicht so sehr Aspekt der Form der Messe. Vielmehr steht er im Zentrum des christlichen Rituals des Abendmahl bzw. der Eucharistie. Jesus opfert seinen Körper und gibt ihn beim letzten Abendmahl hin. Das Christentum ist vielleicht die Hochreligion mit dem radikalsten Körperbezug. Jesus ist der als Mensch verkörperte Gott, mitsamt aller menschlichen Leidensfähigkeit. Um so merkwürdiger, daß keine Religion so körperfeindlich geworden ist wie das Christentum. Mich interessiert die Frage, was heute zum Thema Körper im Lichte der christlichen Geschichte und Gegenwart sagbar ist. Auch hier Reduktion der Mittel, um zum Wesentlichen vordringen zu können.

Neben bzw. in diesem kunst- und religionshistorischen Ansatz ist das Projekt eine sehr persönliche und wenig nostalgische Auseinandersetzung mit meiner eigenen katholischen Prägung und Beziehung zur Messe. Schon die Konzentration auf Stimme und Körper als "Instrumente" der Messe ist für die persönliche Prägung des Projekts Garant. Sowohl inhaltlich als auch formal geht es dabei immer um die Suche einer eigenen "Stimmsprache".

 

 

Muttersprachen

ein Stück für 14 Stimmen

von KörperSchafftKlang & friends

Mit diesem Stück, das am 18. September 2009 Premiere in der Kölner Orangerie hatte, setzen wir in einem Ensemble von 14 Roy-Hart- stimmerfahrenen Leuten die Ideen der extended voice für ein abendfüllendes Bühnenstück um. Mit diesem Stück gehen wir gerne auf Gastspiele.

Mehr Infos hier!

 

 

Die Leidenschaften der Seele ^

Konzert für Stimme und Stethoskop


3.Juni, 20.30 Uhr
5. Juni, 18.00 Uhr

in der "Freihandelszone" Köln, Rolandstraße 64 (im Hof)
Eintritt: 8 Euro (Karten an der Abendkasse)

wiederaufnahme Dezember 2007 im Kölner Loft

Bei dieser Performance für Stimme und Stethoskop, erforsche ich, was passiert, wenn ich die buchstäblichen Klänge meines Körpers (Herz, Darm) verstärkt in den Raum gebe und mit meiner Stimme darauf reagiere. Was machen die Körperklänge mit meiner Stimme und welche Wirkung hat meine Stimme auf die inneren Bewegungen meines Körpers? Neben einer freien Improvisation tauchen in der Performance kurze Textabschnitte auf, in denen das Verhältnis von Innen und Außen eines Menschen und seines Körpers thematisiert werden. Der Titel der Performance ist entlehnt von einer gleichlautenden Schrift des Philosophen René Descartes.

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Gartenschaufinal1

Eine akustische Gartenschau

nach Photographien von Karl Bloßfeldt

eingerichtet von Ralf Peters

vom 27. August bis 2. September 2008 im Torhaus Süd, Haupteingang der Kölner Flora

 

In einem der Torhäuser am Haupteingang zur Kölner Flora habe ich im Sommer 2008 eine akustische Installation eingericht. Der Raum war bis auf eine Bank und einen leeren Bilderrahmen leer.

Über zwei runde Lautsprecher, die in mit Erde gefüllten Tontöpfen lagen, hörte man die Einspielung der Pflanzennamen aus dem Photoband von Karl Bloßfeldt (1865-1932) "Urformen der Kunst". Diese Schwarzweißphotos zeigen Pflanzenausschnitte oft in starker Vergrößerung, wodurch die von Blossfeldt so genannten "Urformen" aufscheinen und sich in verschiedenen Pflanzen wiederholen. Durch die Aufnahme der deutschen Pflanzennamen (die ich selbst gemacht habe) mit den Angaben zu Ausschnitt und Vergrößerung habe ich versucht, auf der akustischen Ebene ein Pendant zu den Bildern schaffen, daß ebenso changiert zwischen dem eigentlich allzu Bekannten und dem Exotischen. Zugleich bekommt die Lesung eine Art Rosenkranzcharakter (!) durch die dauernde Wiederholung der Floskel "in (x-)facher Vergrößerung".

Die Installation war frei begehbar für die Besucher der Flora, der Text wiederholte sich in einer Endlosschleife.

Die akustische Gartenschau ist so konzipiert, daß sie auch an anderen Orten gezeigt werden kann. Die Aufnahme der Pflanzennamen ist erhältlich unter www.hörfeld.de

 

Recalling Terry Fox

Im Rahmen dieser großen Hommage an Terry Fox habe ich eine kleine Performance mit dem Titel "Situation 552" aufgeführt.

Dabei nutze ich eine Kordel mit 552 Knoten. Das entspricht den Schritten des Labyrinths von Chartres, mit dem sich Terry Fox viele Jahre auseinandergesetzt hat. Die Richtungswechsel im Labyrinth werden durch Draht (rechts) und Gummi (links) markiert. Diese Kordel, die Terry für einige Performances benutzt hat, verwende ich für eine Stimmimprovisation mit 552 Atemzügen und Tönen.

Mehr zu der ganzen Veranstaltung unter www.recalling-terryfox.de

 

OHNE STROM ^
Drei Klangperformances für Klaviersaite und Stimme
mit Terry Fox und Ralf Peters

 

Vom 5. Juni bis 13. Juni 2004

Mit ihrer Klangperformance-Trilogie für Klaviersaite und Stimme haben der amerikanische Klangkünstler Terry Fox und der Extended Voice Künstler Ralf Peters drei in verschiedenen Hinsichten exponierte Räume in Köln mit den künstlerischen Mitteln des Klangs und der Stimme erkundet.

Am 5., 10. und 13. Juni gaben Fox und Peters in je einem Raum ein gemeinsames "Konzert" für Klaviersaite und Stimme. Zu diesem Zweck hat Terry Fox in diesen Räumen von Wand zu Wand zwei Klaviersaiten gespannt, die er dann mit den Händen spielet. Dadurch wurde der Raum selbst zum Resonanzkörper, zum großen Musikinstrument, das Künstler und Publikum in sich umschließt. Durch den verschiedenen Charakter der Räume ist der Klang raumspezifisch verschieden ausgeprägt. Ralf Peters hat zu dieser Klaviersaiten-/Raummusik mit seiner Stimme improvisiert. Dabei hat er sowohl die vorgegebenen klanglichen Impulse aufgenommen als auch auf die besondere Raumatmosphäre reagiert.. Um den quasi natürlichen Klang der Räume zu erkunden und hörbar zu machen, haben beide ohne jegliche elektronische Verstärkung gearbeitet. Es handelt sich also um drei in diesem Sinne akustische Konzerte – ohne Strom!

Der amerikanische Künstler Terry Fox ist seit den siebziger Jahren eine feste Größe in der Performance-Art und der Klangkunstszene. In Köln war er zuletzt präsent mit seinen Children´s Tapes in der Video Lounge des Museums Ludwig.

Die Klangperformances fanden statt:

- im Raum 416 im Stollwerk

- In der Orangerie am Volksgarten

- im Nashornkäfig des alten Elefantenhauses im Kölner Zoo -

Das Setting ist in allen drei Räumen das gleiche: gespannte Klaviersaiten und Stimme. Doch durch die räumlich-akustischen Gegebenheiten und den lebensweltlichen Kontext der drei Spielorte kommt es zu drei ganz unterschiedlichen "Konzerten" und Klangerlebnissen. Besonders im Vergleich der drei Räume provozieren die eigenartigen Klangwelten zu spezifischen einzigartigen Raumerfahrungen.

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